Helfen, Helfer und Ämter

Weis eigentlich einer von euch, wie schwer es heutzutage ist jemandem schnell und unkompliziert zu helfen? Ich meine damit finanziell. Es ist quasi ein Ding der Unmöglichkeit. Die meisten von uns kennen sich nur aus sozialen Netzen. Zumindest ist es bei mir so. Viel, weit und lange auf Reisen, ist die Möglichkeit sich persönlich sehen zu können in der Regel nur auf ein paar Wochen im Jahr reduziert. Jetzt im Libanon tendiert es sogar gegen null. Also mal eben Geld zustecken fällt schonmal aus. Auf das Konto desjenigen überweisen? Da spielt das Arbeitsamt und/oder Finanzamt selten mit, denn da die meistens Hartz4 beziehen, würde die Hilfe ja gleich wieder gegengerechnet werden. Nun will ich aber helfen und, ja es klingt blöd, dem Staat schaden. Für mich ist der Staat schon lange nicht mehr die Menschen die darin leben, sondern ein Monster das es zu bekämpfen gilt. Es ist ein Schädling geworden, der sich jeden Tag und jedes Jahr und mit jeder Wahl weiter davon entfernt ein Staat zu sein.

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Ein Staat, der helfen fast unmöglich macht und in manchen Fällen sogar noch bestraft, ist für mich nur noch ein Monster das man, und das mag jetzt radikaler klingen als es ist, bekämpft werden muss. Doch wie kämpft man gegen Monster die allgegenwärtg und allmächtig sind? Muss man wirklich erst gegen Gesetze verstossen, diese sogar bewusst ignorieren, um etwas gutes zu tun? Ich sage Ja! Man muss. Man hat sogar die Pflicht dazu sich nicht an jedes Gesetz zu halten. Sicherlich kann dies auch nach hinten losgehen, doch wenn man darauf vorbereitet ist, und es erwartet, ist man schonmal nicht überrascht und kann gelassener darauf reagieren. Ich rede von Maßnahmen des Staates gegen einen. Da gibt es Gerichtsvollzieher, Staatsanwälte und sogar das Gefängnis mit denen man doch recht gut eingeschüchtert werden kann. Und tatsächlich schreckt diese Tatsache viele, wenn nicht sogar die Masse der Menschen, davon ab zu helfen. Am Ende sogar selber Hilfe zu benötigen und zu wissen das da niemand ist der einem hilft, weil eben alle in Angst vor den Konsequenzen leben.

Ich hatte nie Angst vor den Konsequenzen. Ich kannte die Konsequenzen. Und sie waren mir egal. Wenn jemand Hilfe brauchte, so half ich stehts ohne großartig nachzudenken oder zu diskutieren. Oma sagte immer: „Man kann sich die Leute nicht aussuchen die Hilfe brauchen.“. Ein Problem dabei ist: Wer Hilfe braucht sagt dies seltenst öffentlich, sondern sondert sich von der Masse ab und verkriecht sich in sich selbst. Man muss also schon die Leute beobachten, dann erkennt man es. Dann fallen veränderungen auf. Selbst kleine. Manchmal aber, wenn sie sich outen und öffentlich dazu stehen das sie es alleine nicht mehr schaffen, dann muss man tun was immer man kann. Wenn Ämter einen im Stich lassen, wenn das Finanzamt einem die Pistole auf die Brust setzt und sein Geld will, das Wie ist denen dabei immer vollkommen egal, dann habe ich meinen Spass ihnen zu zeigen das ihre Waffen, nämlich Sanktionen bis hin zur Haftstrafe, wirkungslos sind, weil es noch Menschen gibt die anderen unter die Arme greifen. Leider fragt der Staat dann danach woher das Geld denn kommt. Denn der Staat will ALLES wissen. Und da geht das Problem los.

Ich selbst habe immer recht gut verdient, jedoch habe ich, und das ist jetzt mein Outing, niemals Steuern gezahlt. Ich hätte gekonnt, aber ich wollte ganz bewusst nicht. Immer wenn ich in den Nachrichten lese was in der Welt so vor sich geht, wie der Staat sich benimmt, mit Geld umsich wirft wo es nicht hingehört, namentlich kann ich da ruhigen Gewissens all die Kriege nennen in die Deutschland verwickelt ist, all die Steuerverschwendungen von denen man ständig liest und hört, von den ganzen Diätenerhöhungen und vielen mehr,dann konnte ich nicht mehr ruhigen Gewissens meinen Beitrag dazu leisten. Ich selbst musste für das Geld lange und hart arbeiten. Ich musste dafür auf so vieles verzichten was ich selbst gerne hätte. Aber ich habe gerne darauf verzichtet. Und ich habe auf viel verzichtet. Jetzt hätte ich mir natürlich von all dem Geld alle Träume verwirklichen können die man eben so hat. Ein dicker fetter AUDI Q7, ein großes Haus mit riesigem Garten, Frau, Kinder und mehrmal im Jahr schönen Urlaub auf den Malediven. All das hätte ich mir ohne Probleme leisten können und dazu noch steuerlich absetzen können. Doch das war nicht das was mich glücklich machen würde. Nein, ich habe keine Steuern hinterzogen; Ich habe einfach keine gezahlt.

All das Geld habe ich Menschen gegeben. Minikredite ohne Zinsen, Ohne Verträge, einfach Cash. Weil ein Überweisen auf deren Konto hätte diese in Schwierigkeiten gebracht. Wegen der Ämter. Bei manchen drohte man den Strom abzusperren, Zwangsräumungen, Finanzämter. Eben all das ganze Reportoir des Staates was er so auffahren kann. Den Flüchtlingen 2012 am Brandenburger Tor habe ich geholfen. Naja, die Hilfe kam dank einer bekannten Piraten aus Berlin niemals an. Aber die meisten werden sicherlich das Spendengate kennen. 4.000€ die einfach so privat verschwunden sind und nie dort ankamen wo man es brauchte. Aber so ist das eben. Man weis es immer erst hinterher besser. Doch soll man dann deswegen aufhören zu helfen? Wegen einigen wenigen die HIlfe schamlos ausnutzen? Für mich ist es „nur Geld“. Klingt für viele Hilfsbedürftige jetzt sicher arrogant, wenn man selber nichts hat, aber so ist es nunmal: ES IST NUR GELD! Nicht mehr, nicht weniger. Es ist keine Gottheit.

Über verschlungene Wege, über Mittelsmänner, via Western Union, in Briefen kam das Geld dann aber doch meistens immer dort an wo es gebraucht wurde. Es wurde auch immer Cash übergeben. Ich weis das, weil ich die Response kenne. Auch sah man viele Ergebnisse davon in den sozialen Netzen. Und bis auf das Spendengate, blieb ich immer anonym. Ich mag kein „Danke“. Das alles klingt, jetzt wo ich es niederschreibe, wirklich wie eine kriminelle Organisation. Doch wenn man sich anschaut wer einen da vielleicht als kriminell einstuft oder so nennt, dann sieht man das es meistens selber welche sind die durchaus kriminell agieren.

Wieviel ich bis heute verschenkt habe weis ich gar nicht mehr genau. Ja, verschenkt. Ich wusste immer das ich das Geld so oder so nie mehr wiedersehen werden. Wie auch. Woher sollte es denn von denen wieder kommen? Behinderte die bereits von Hartz4 leben können eben nichts mehr zurückzahlen. Obdachlosen, denen man mal 50-100€ in ihren Topf steckte noch weniger. Flüchtlinge, die ohnehin noch weniger als nichts haben, muss man erstrecht nicht erwähnen.

Euro

Mir war immer vollstens bewusst das ich eine Straftat begangen habe. Steuern nicht zu zahlen ist nunmal eine. Und bei den Summen müsste ich eigentlich im Bau sitzen. Bis heute habe ich jedoch keinerlei Konsequenzen seitens des Monsters Staat gehabt. Es scheint als hätte das Finazamt mich vergessen. Klasse. Für mich war es immer eine Art Überzeugung das ich dem Staat kein Geld mehr gebe. Nicht für das wofür er es ausgibt. Einige werden jetzt sagen: „Aber wenn das alle machen würden? Wo würde man da hinkommen?“. Nun, wohin weis ich nicht. Nur wäre es da schwerer mal eben ein paar Kriege zu führen. Afghanistan zB hat jedes Jahr 1 Mrd € gekostet. U-Boote die an Israel verschenkt werden. Nein, das kann ich nicht mit reinem Gewissen mitfinanzieren. Von Mir bekommt der Staat in seiner jetzigen Form und Politik keinen Cent mehr! Egal wie er es auch anstellt! Gefängnis? Warum nicht. Angst habe ich keine davor. Denn wenn ich inhaftiert bin bekommt er ebenfalls kein Geld. Im Gegenteil: Ich koste ihm nur Geld. Also eigentlich Euch, die ihr Steuern zahlt. Ich habe nichts was ich verlieren könnte, bis auf meine Selbstachtung. Angst vor dem Gefängnis habe ich nicht. Es ist nur ein anderes Leben. Ein neues Abenteuer. Vielleicht kann ich dort auch welchen helfen? Sagen wie es in der Welt wirklich zugeht. Sagen welche Alternativen man so im Leben hat und das es mehr als genug Alternativen gibt. Die ganzen Möglichkeiten die das Leben zu bieten hat. Und das Widerstand sehrwohl funktioniert, das man nicht alleine ist.

Nein, es war und ist mein Geld was ich verdient habe und der Staat hat mich zu fragen ob ich ihm welches gebe und auch wofür! Wenn ihr Kinder habt die zu euch kommen und 100€ für Bücher von euch haben wollen, gebt ihr sie ihnen. Geschieht dies aber jeden Monat, wollt ihr auch irgendwann mal die Bücher sehen. Und gibt es keine Bücher, dann gibt es auch irgendwann kein Geld mehr dafür. Und wahrlich, der Staat lügt wie gedruckt nur um an Geld zu kommen. Und ohne etwas dafür zutun. Und wenn der Staat dies nicht macht, dann muss man eben gegen Gesetze verstossen, ganz bewusst und ohne Angst, und eben selber handeln.

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Menschen zu helfen in etwas Würde zu leben, zumindest mehr als es einem der Staat gönnt, gibt einem schon ein gutes Gefühl. Es fühlt sich richtiger an, als ein gesetzestreuer Bürger zu sein der mit seinen Steuern nur noch mehr ungerechtigkeit fördert. Gesetzestreue Bürger sind mir genauso suspekt geworden wie die andere Kehrseite, die kriminellen, die alles nur für sich behalten. Und wenn der Staat, und einige von euch, mich für kriminell halten, von mir aus. Aber ich halte es für viel krimineller zu unterstützen was man nicht unterstützen sollte. Und helfen kann nicht kriminell sein. Eine menschenverachtende Politik dagegen schon.

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