Sphärisches Denken und lineares Kommunizieren

Ich hab da ein Problem. Ein Problem mit der Verständigung. Ein Problem was Missverständnisse vorprogrammiert und zu Problemen führt. Es ist das Problem der Kommunikation.
Wenn wir kommunizieren reihen wir uns bekannte Wörter zu einer Kette zusammen, die dann einen Satz ergibt. Normalerweise ergibt der Satz einen Sinn, wenn er vom Gegenüber verstanden wird. Wie er jedoch verstanden wird ist nicht auf Anhieb ersichtlich. Der Grund liegt in unterschiedlichen Aufassung was Worte bedeuten, wie wir Worte meinen.
Unser gesamtes Wissen ist zur selben Zeit und jederzeit in unserem Gehirn abrufbar. Schneller als wir denken können. Wir können zur selben Zeit alles denken, wissen um Zusammenhänge von Dingen und müssen uns doch, wenn wir kommunizieren, uns für einen Startpunkt entscheiden an dem wir den Satzbau beginnen. Und um letztendlich richtig verstanden zu werden, müssten wir mit unendlich vielen Sätzen zeitgleich beginnen. Und wir bräuchten unendlich viel Zeit in der wir dies tun.
Das ist das Problem mit dem sphärischen denken. Wo soll man anfangen? Was weis der andere gegenüber? Welche Worte soll man wählen um dem Satz dem gegenüber sinnvoll erscheinen zu lassen? Wir denken auch viel zu schnell, schneller als wir Worte wiedergeben können. Es ist schon eine Anstrengung extra langsam zu denken nur um das gedachte in Worte zu fassen. Dabei kommen wir selber manchmal ins stolpern und verlieren den Anschluss an das gedachte. Heraus kommt ein Satz, der selbst für uns im Nachhinein nicht mehr so sinnvoll erscheint.

Zwei Dinge kann man nicht mehr rückgängig machen: eine Patrone die man abschießt und ein Wort das man sagt.

Wir bauen uns also schon Standartsätze zusammen die man im täglichen Leben ständig braucht. Darüber muss dann schon nicht mehr nachdenken. Sie kommen einem einfach so über die Lippen. In der Schule lernen wir die Bedeutung von Worten, unsere Eltern lehren uns Bedeutungen von Worten, das Leben lehrt es uns auch. So viele wollen uns Bedeutungen lehren und jeder glaubt das seine die einzig richtige ist. Das man nur mit seiner Bedeutung Sätze richtig verstehen kann. Wundert es da einen, wenn wir von Missverständnissen nur so umgeben sind?
Es gibt viele Filme in denen man miteinander denkt anstatt zu reden. Man dringt in die Gedankenwelt des anderen ein und sieht seine Gedanken. Man sieht alles zugleich. All seine Erfahrungen, all sein Wissen, alles was er jemals erlebt hat. Spock ist da sicher das beste Beispiel das wohl jeder kennt. Zugegeben, er muss noch seine Finger ins Spiel bringen, doch gibt dies vielleicht eine Vorstellung von den Möglichkeiten der Verständigung durch sphärisches denken.

Ja, ich glaube, das wir eines Tages soweit sein werden nicht mehr nur verbal zu kommunizieren. Klingt sicher nach Sci-Fi, ist aber nur, logisch gesehen, wissenschaftlich zu Ende gedacht. In unserem Gehirn fließen elektrische Ströme und Ströme erzeugen Felder. Lernt man eigentlich in der Schule. Ich will da jetzt auch nicht weiter darauf eingehen, denn wer das schon nicht versteht, sollte jetzt besser aufhören zu lesen.
In irgendeiner Zukunft werden wir sehr viel mehr wissen haben was gespeichert ist, als wir es heute für vorstellbar halten. Neues Wissen wird neue Wörter erzeugen und die verbale Kommunikation wird schwerer werden als sie es heute bereits ist. Jedoch wird neues Wissen auch mehr Speicherplatz benötigen der wiederum zu einem Anwachsen des Gehirnes führen wird, so wie es seit Jahrmillionen bereits im Gange ist.
Wird jetzt also irgendwann das Feld, welches durch die Hirnströme induziert wird, so weit Anwachsen das wir Felder „kurzschließen“ können um auf diese Weise zu kommunizieren? Welch Möglichkeiten würden sich da ergeben! Welch Missverständnisse Würden wir vermeiden können! Wie fehlerfrei wäre unsere Kommunikation wenn wir keinen Übersetzer mehr bräuchten! Zugegeben, es ist Sci-Fi mit einem Hauch von Esoterik in dem hier beschriebenen, was darum geht es ja: ich kann hier nur ein paar tausend Worte schreiben, denn mehr würde euch schon überfordern. Sowohl mit lesen, als auch verstehen. Um es richtig zu erklären zu können, müsstet ihr eben in meine Gedankenwelt eindringen können, was ich auch zulassen würde, denn wozu sollte ich all das Wissen ansammeln wenn ich es nicht teilen würde? Doch für die meisten Erklärungen fehlende mir die richtigen Worte. Die Worte die ich dafür habe, wurden bereits mit anderen Bedeutungen verunreinigt und würden mich deshalb in einem Licht dastehen lassen in dem ich nicht stehen will. Gedacht jedoch, ergibt es Sinn, denn vieles kann man wissenschaftlich bereits heute schon nachweisen. Doch unsere beengte Anschauungsweise erlaubt noch kein darüber hinausdenken.

Versucht einmal die folgenden Bilder in Worte zu fassen die exakt das beschreiben was ihr gerade dabei denkt. Es wird euch nicht gelingen.

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Man sieht die Bilder und es kommen einem Gedanken, Erinnerungen, Phantasien. Und doch ist es unmöglich es genau so zu beschreiben wie es einem Kopf geschrieben steht.

Mir gefällt der Gedanke nicht mehr mit Worten zu kommunizieren. Manch einer kennt das ja, dieses Gefühl gemeinsamen Schweigens und trotzdem zu wissen was der Partner gerade denkt. Einfach dasitzen, die Ruhe genießen und seinen Sinnen vertrauen. Einen Ten Rotwein trinken und dabei die Stimmung nicht mit Worten zerstören indem man versucht zu erklären das der Wein schmeckt, oder wie er schmeckt. Das man bei guter Musik genau weis, welche Emotionen in einem Vorgehen und auch warum man gerade jetzt diese Musik hört.

Und das alles ohne Worte.

Man weis das es gut ist.

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