Warum ich das Alleinsein so liebe

Ich hasse es wie die Pest wenn man Menschen etwas zeigen oder erklären möchte und diese dann ständig dazwischen ihre Kommentare abgeben ohne den Film bis zu Ende gesehen zu haben oder mich haben aussprechen lassen. Dabei spielt es noch nicht einmal eine Rolle wie lang der Film ist oder wie viel ich zu sagen habe. Nein, immer muss man dazwischen platzen und seine Meinung bis zu dem Zeitpunkt loswerden. Dabei können sie doch gar nicht wissen was ICH damit bezwecke? Viele sind auch abgelenkt indem sie mal kurz ihr Facebook checken, eine SMS senden müssen oder den Blick woanders hin wenden. Wie kurz dieser Moment auch sein mag, woher wollen sie denn wissen ob nicht genau zu diesem Zeitpunkt die Information kam die das zum Ausdruck bringt weswegen ich ihnen das zeige oder sage? Nein, es macht keinen Spaß mehr Menschen aufwecken oder aufklären zu wollen. Sie haben schlichtweg weder Zeit noch Lust dazu. Es nervt einfach nur noch und kostet meine Zeit hinterher den Inhalt immer und immer wieder wiedergeben zu müssen, wohlwissend das er letztendlich doch nur auf taube Ohren stößt. Auf einen Verstand, der alles blockiert was ein Weltbild zerrütten kann. Du sagst ihnen das weniger mehr ist und sie glauben dir nicht. Du zeigst ihnen das weniger mehr ist und sie glauben dir nicht. Die lebst es ihnen vor und sie glauben dir nicht. Die einfachsten zusammenhänge passen einfach nicht in deren Gehirn rein, obgleich es dafür ausgelegt ist. Kann man sowas dumm nennen? Ok, Dummheit ist für mich ansich nichts schlimmes, Dummheit kann man ändern. Aber wenn man selbst zu Veränderungen nicht fähig ist, wie nennt man dies dann? Nein, ich mag Menschen ansich nicht. Menschen sind ein Virus. Glauben die Krone der Schöpfung zu sein und doch verhalten sie sich wie Viren. Ein Virus würde sich selbst auch niemals als böse oder schädlich bezeichnen wenn es denken könnte. Doch es denkt nicht, es handelt einfach aus seiner Natur heraus und richtet dabei Schäden an. Zumindest interpretieren wir es als Schäden.

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Nein, ich mag Menschen nicht die irgendwo zwischen Geburt und Schule in ihrer Entwicklung stehen geblieben sind. Und das trifft auf so viele zu. So unglaublich viele. So viele, das ich tatsächlich resigniert habe ihnen etwas zu erklären. Es sind zu wenige die offen für neues sind, keine Berührungsängste davor haben, lernen wollen wie ich es tue. Informationen aufnehmen wie ein Schwamm von unendlicher Größe der niemals voll sein wird. Sicher, ich könnte eigene Kinder zeugen und denen meine Werte vermitteln, doch seinen wir mal ehrlich; Wer in diese Welt Kinder setzt, handelt grob fahrlässig und egoistisch zugleich. Zu sagen „Ich will Kinder haben.“ ist einfach. So einfach wie sich einen Hund kaufen weil man gerade Bock darauf hat und mit dem wissen, man kann ihn ja bei nichtgefallen wieder abgeben oder verkaufen. Nein, in diese Kinderfeindliche Welt Kinder setzen? Verrückt. Man müsste 24 Stunden am Tag auf sie aufpassen, doch das geht weder in der Schule, noch in der Freizeit. Das hätte mit Freiheit nicht mehr viel zutun und dann wären sie all dem ausgesetzt was man „Das Leben“ nennt. Verrückte wohin man schaut. Freunde, die nur solange Freunde wären, wie sie Sie ausnutzen können und eine Gesellschaft, die Nachbarn verklagt wenn deren Kinder laut spielen.

Und man braucht eine Frau. Doch welche? Teilt sie meine Ansichten auch noch in 20,30,40 Jahren? Teilt sie sie überhaupt? Entsprechen ihre Werte auch den meinen? Ähnelt ihre Philosophie der meinen? Wird sich nach Jahren herausstellen das dem nicht so ist, werden sich die Wege trennen und man steht wieder da wo man vorher stand. Alleine. Nur diesmal mit der Möglichkeit der Erpressung. Vorbei wäre die so geliebte Freiheit. Und wofür? Um einem gesellschaftlichen Zwang folge geleistet zu haben? Um als „normal“ durchzugehen? Viele sagen zu mir, ich solle heiraten, Kinde in die Welt setzen, alleine sein ist doch kein schönes, erfülltes leben. Dann frag ich immer ob ihres denn erfüllt sei? Ob ihr Leben so abgelaufen ist wie sie es sich mit 20 erträumt haben? Und, wie kommen solche Menschen überhaupt dazu über mich und mein Leben so zu urteilen? Wer kann denn schon sagen das er mich kennt? Das bin ja wohl nur ich alleine! Allein ist vielleicht das nicht beste Leben, aber auch nicht das schlechteste. Es ist einfach nur ein anderes Leben. Freier und erfüllter als mancher denkt. Man muss nicht ständig Kompromisse eingehen, bei dem letztendlich keine der beiden Seiten bekommt was sie eigentlich wollte, sondern beide Verlierer sind. Das ist nunmal ein Kompromiss. Nun, ich bin da kompromissloser, denn ich weis was ich kann, ich weis was ich will und ich kann es auch alleine. Man braucht nur Zeit, die man ja hat wenn man alleine ist. Man diskutiert nicht über die Dinge über man nicht diskutieren muss weil sie einfach klar sind, zumindest für mich. Es gibt keine geheuchelten Geburtstagspartys, kein geheucheltes Weihnachten und keine geheuchelten Familientreffen bei denen man ständig lieb und nett sein muss obwohl einem gleich der Kragen platzt vor lauter Idiotien. Nein, meine Entscheidung alleine zu bleiben bereue ich nicht. Tun was man will, wann man will, wo man will, sind für mich Inbegriffe von Freiheit. Ich schau mir lieber Dokumentationen an und entwickle mich weiter. Darauf baut mein Leben auf. Unabhängig von anderen zu sein. Das Wissen zu bekommen, zu erhalten und zu erweitern was ich brauche um mich nicht mit „Viren“ abgeben zu müssen die am Ende doch nur meine Zeit stehlen, meine Nerven ruinieren und meiner Gesundheit schaden. Jetzt ist es aber auch nicht so das ich vollkommen alleine bin, nein, ich habe Menschen kennenlernen dürfen die ich für wertvoll erachte. Welche die Bezeichnung Mensch tatsächlich verdient haben. Die sich Zeit nehmen für Unterhaltungen und Wissensaustausch. Die einen aussprechen lassen, die sich in Ruhe ansehen was man ihnen zeigt. Diese Menschen nenne ich meine Familie. Es sind nicht viele, doch genau das ist der Vorteil darin, denn man bekommt tiefe, man baut langsam Vertrauen auf und am Ende vertraut man sich blind und wird nicht enttäuscht. Meine Oma lehrte mich das „Vertrauen der Glaube an etwas ist, das man mit Worten nicht erklären kann.“. Es ist das Gefühl das man in den Jahren entwickelt wenn man mit so vielen Menschen zutun hatte wie ich. Überall auf dieser Welt. Trotzdem sehe ich für die Menschen in der Zukunft schwarz. Die Dummen vermehren sich einfach viel zu schnell, wie Viren es nunmal tun, und denken dabei nicht an die Zukunft in welche sie ihre Kinder setzen. Hoffen sie inständig das ihre Kinder nicht eines schönen Tages fragen stellen werden? „Wieso habt ihr all das getan, wenn ihr doch wusstet was auf euch zu kommt?“ und, „Wenn ihr es nicht wusstet, wieso nicht? Es stand doch alles im Internet?“, „Wieso habt ihr uns in eine Welt gesetzt von der ihr doch ahnen könntet das sie uns nicht gefallen wird?“. Wieso sollte ich mich also solchen Fragen aussetzen? Wieso sollte ich mir das auch noch antun?

Nein, alleine sein ist nichts schlimmes, egal was alle sagen.

So, das musste mal raus.

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2 Kommentare zu “Warum ich das Alleinsein so liebe

  1. Wenn du es grob fahrlässig findest, Kinder in diese Welt zu setzen… bist du deinen Eltern dann böse dass du existierst?

    Ich bin da anderer Meinung. Es braucht Kinder. Aber kluge, verantwortungsvolle Kinder und nicht Kinder, die andere ausnutzen und ausbeuten. Ist alles eine Sache der Erziehung. Wenn man sich Zeit für die Kinder und eine gute Erziehung nehmen kann und will, dann ist doch alles prima.

    Nur was ich nicht verstehen kann, ist, wenn Leute Kinder haben, für die sie sich keine Zeit nehmen, sondern sie erst in die Kinderkrippe, dann in den Kindergarten und dann jahrelang in eine Ganztagsschule stecken.

    Bis sie dann einen erwachsenen Menschen vor sich stehen haben, den sie bisher nur morgens und abends gesehen haben. Verantwortungslos nenne ich es, wenn man die Verantwortung für die eigenen Kinder an andere abgibt.

    • Meine Eltern waren bei der Stasi. Ich habe schon seit vielen vielen Jahren keinen Kontakt mehr und will auch keinen mehr haben.
      Meine Werte habe ich von meiner Oma vermittelt und gelehrt bekommen, nicht von meinen Eltern. Sonst wäre ich ein anderer Mensch. Oder besser, auch ein Virus.
      Nein, ich bin meinen Eltern nicht böse. Ich habe keine Eltern mehr.

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